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De Vries und Sargeant sind nicht die einzigen Kandidaten für die Nachfolge von Latifi

De Vries und Sargeant sind nicht die einzigen Kandidaten für die Nachfolge von Latifi

23 September - 10:09
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GPblog.com

Williams hat sich von Nicholas Latifi verabschiedet und nun stellt sich die Frage, wer sein Nachfolger wird. Es scheint eine Wahl zwischen Nyck de Vries und Logan Sargeant zu sein, oder gibt es noch andere Entführer an der Küste?

Latifi wird gehen

Latifis Abgang ist keine Überraschung. Seit seinem Debüt in der F1 wurde an seinem Platz genagt. Als "Pay-Driver" konnte er auf der Strecke nie überzeugen und jetzt, wo Williams im Besitz von Dorilton Capital ist, wird das Geld seines Vaters auch weniger gebraucht. Die Entscheidung, sich von ihm zu trennen, ist daher angesichts seiner Leistungen nicht überraschend.

Zwei Namen werden am häufigsten mit diesem Platz in Verbindung gebracht. Nyck de Vries ist der erste Kandidat. Der Niederländer stand bereits letztes Jahr auf der Liste, um George Russell zu ersetzen, aber dann wurde Alexander Albon von Red Bull in letzter Minute vorgeschlagen. Williams änderte den Kurs und entschied sich, den Thailänder zu verpflichten.

Doch mit dem Weggang von Latifi kommt De Vries wieder ins Spiel. Der Niederländer beeindruckte mit seinen freien Trainings für Williams, Mercedes und Aston Martin, aber den größten Eindruck hinterließ er bei seinem F1-Debüt als Ersatz für Albon in Monza. Dort schlug er Latifi im Qualifying und im Rennen und holte auch gleich zwei Punkte für das Team.

Mehr Optionen für De Vries

Es scheint also eine logische Fortsetzung zu sein, wenn De Vries den Platz von Latifi bekommt, aber die Top-Leistung in Monza ist auch bei Teams mit einem besseren Auto nicht unbemerkt geblieben. AlphaTauri scheint nun der Favorit für De Vries' Dienste zu sein. Der Niederländer hat bereits bestätigt, dass er mit Helmut Marko gesprochen hat und De Vries als Ersatz für Pierre Gasly bei Red Bulls Schwesterteam fungieren würde. Aller Voraussicht nach wird der Franzose zu Alpine wechseln.

Obwohl De Vries auch bei Alpine erwähnt wird, deutet jetzt alles darauf hin, dass Gasly 2023 für den französischen Rennstall und De Vries für AlphaTauri fahren wird. Das bedeutet, dass Williams wieder an das Zeichenbrett zurückkehren muss. Sargeant scheint die logischste Alternative zu sein. Der Amerikaner ist Teil der Williams Academy und sein aktueller dritter Platz in der F2-Meisterschaft würde ihm auch eine Superlizenz einbringen.

Amerikaner in der F1

Wenn Williams sich für Sargeant entscheidet, muss das Unternehmen noch etwas länger warten, bis der 21-jährige Fahrer offiziell seine Superlizenz erhält. Dafür braucht er mindestens eine Platzierung unter den ersten fünf, und die ist noch nicht offiziell. Da nur noch das Wochenende des Großen Preises von Abu Dhabi auf dem Programm steht, sind noch maximal 39 Punkte zu holen, so dass selbst die Nummer 11 der Tabelle, Dennis Hauger, theoretisch noch an dem Amerikaner vorbeiziehen könnte.

Williams konnte daher mit der Entscheidung für Sargeant erst nach dem letzten Grand Prix das neue Aufgebot für 2023 bekannt geben. Sargeant beeindruckte in diesem Jahr mit zwei Siegen bei den wichtigsten Rennen in Österreich und England, stand aber seitdem nicht mehr auf dem Podium. Es gibt also auch Zweifel an Sargeant.

Diese Zweifel könnten auch Williams dazu verleiten, einen anderen Fahrer zu verpflichten. Das Team hat nämlich gesehen, dass erfahrene Fahrer mit konstanten Leistungen dafür sorgen können, dass Punkte geholt werden. Nico Hulkenberg, Daniel Ricciardo und Antonio Giovinazzi sind in dieser Hinsicht sicherere Optionen als Sargeant. Allerdings stehen diese drei Fahrer auch auf der Liste von Haas und im Fall von Ricciardo stellt sich die Frage, ob er zu einem Team im hinteren Bereich wechseln möchte.

Es ist also keine einfache Entscheidung zwischen Sargeant und De Vries. Williams scheint sich jetzt in Richtung Sargeant zu bewegen, aber die vorgeschriebene Bedenkzeit könnte auch bedeuten, dass es doch keinen ersten amerikanischen F1-Fahrer seit Alexander Rossi im Jahr 2015 geben wird. In der Tat gibt es interessantere Namen auf dem Markt.

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