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martin brundle über max verstappen in der saison 2023

Brundle: 'Ich verstehe nicht, warum die Fans Verstappen als den Bösen sehen'.

27. November ab 16:33
  • GPblog.com

Die Saison endete, wie sie begann: Max Verstappen und sein Red Bull Racing waren in Abu Dhabi überlegen und verwiesen alle anderen Grand-Prix-Anwärter auf die Statistenplätze. Zum letzten Mal im Jahr 2023 macht Martin Brundle keinen Hehl aus seiner Bewunderung für den dreifachen Champion.

In seiner langen Karriere - zuerst als F1-Fahrer, später als Kommentator - hat Brundle die größten Fahrer gesehen. Im Jahr 2023 sah er die schiere Dominanz eines Teams mit einem Fahrer. In seiner Kolumne auf Sky Sports schrieb der Brite: "Max hatte in dieser Saison das beste Team und Auto, aber auch Sergio Perez, und sie hatten es mit mehreren mächtigen Teams und Weltklassefahrern zu tun. Max hat einfach alle besiegt."

Brundle findet Verstappen "eine Freude"

Brundle zählt auf: Regen oder Sonnenschein, Safety Cars und rote Flaggen, manchmal Chaos und Duelle mit Konkurrenten; immer ging Verstappen als Sieger hervor. "Und das Team hat sein Talent mit überwiegend kugelsicherer Zuverlässigkeit und großartigen Strategien und Boxenstopps gekonnt unterstützt. Ich bin sehr froh, dass ich das miterleben durfte."

Der ehemalige Fahrer sagt, er bewundere auch den Menschen Max Verstappen. Jemand, der - so der Kommentator - auch mal mit seinen Aussagen daneben liegt, wie zum Beispiel mit seiner Kritik am Großen Preis von Las Vegas. Aber der Brite findet es eine wahre Freude, sich mit Verstappen auszutauschen.

"Er ist sehr direkt und ehrlich. Was du siehst, ist, was du bekommst, und es ist ihm offensichtlich ziemlich egal, was andere denken. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ein wenig mehr Diplomatie und Ausgewogenheit dem Vermächtnis, das er hinterlassen wird, angemessener wäre, und schließlich sind wir alle nur Hüter dieses großartigen Sports, wenn wir ihn durchlaufen."

Der Verstappen von einst ist nicht mehr

Für einen Moment denkt Brundle an die frühen Jahre zurück, als Verstappen "angriffslustig und ein bisschen wild" war. Das ist alles Vergangenheit, meint Brundle. Inzwischen ist Verstappen während der Rennen ein Ausbund an Ruhe. "Aber er hat das in den Griff bekommen und ist jetzt auf der Strecke ein Vorbild an Ruhe und so fair wie jeder andere, wenn es um harte Rennen geht. Ich verstehe nicht, warum er immer noch als der Bösewicht gesehen wird, aber die Fans werden sich ihre eigene Meinung bilden."