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Verbot von Reifendecken soll bis 2025 für bessere Reifen sorgen

Pirelli sieht Chancen nach Aufschub des Verbots von Reifendecken

10. Dezember ab 09:04
  • GPblog.com

Schon lange wird über ein Verbot von Reifendecken in der Formel 1 gesprochen. Dieses Verbot wurde immer wieder verschoben. Jetzt sieht es so aus, als könnte es erst nach 2025 kommen. Pirelli selbst ist darüber froh. Schließlich wird die Verschiebung des Verbots den Reifen im Jahr 2025 zugute kommen.

Das italienische Unternehmen wird bis mindestens 2028 exklusiver Lieferant für Formel-1-Reifen bleiben. In dieser Saison wurden die Reifen häufig kritisiert, weil sie unter übermäßigem thermischen Abbau und Überhitzung litten. Dadurch war es für die Teams unmöglich, die richtigen Einstellungen für das Rennen zu finden. Überhitzte Reifen bedeuteten auch, dass die Fahrer nicht so hart pushen und so aggressiv angreifen konnten.

Bedenken hinsichtlich der Rennfähigkeit

Auf der letzten Sitzung des F1-Ausschusses wurde über die Verbesserung der Renntauglichkeit der Reifen diskutiert. Bei dieser Sitzung wurde auch das Verbot von Reifendecken bis 2025 gestrichen. Diese Streichung sollte Pirelli die Möglichkeit geben, sich auf die Verbesserung eines Bereichs, nämlich die Überhitzung, zu konzentrieren, statt auf zwei.

Pirellis F1-Chefingenieur Simone Berra sagt, dass nun der Weg frei ist für ein Testprogramm, mit dem bessere Reifen für 2025 entwickelt werden können. "Wir werden die Zuverlässigkeit der Reifen in Bezug auf die Struktur weiter verbessern, aber die Mischungen werden im Mittelpunkt unseres Entwicklungsplans für 2024 stehen, und wir werden uns natürlich stärker auf die Überhitzung konzentrieren."

Die erste Phase für Pirelli in den kommenden Wochen ist die Analyse der Daten von 2023, um ein klares Bild davon zu bekommen, warum die Überhitzung dieses Jahr ein so großes Problem war. "Nach dieser Analyse, die wir am Ende der Saison durchführen werden, werden wir versuchen zu verstehen, wo wir an den Mischungen arbeiten müssen, um diesen Aspekt zu verbessern", so der Ingenieur weiter. Er fügt außerdem hinzu, dass das Ziel von Pirelli natürlich ist, dass die Fahrer so viel wie möglich pushen können und keine Reifen sparen müssen.

Zusammensetzung von Struktur und Mischung

Berra glaubt nicht, dass es an der Konstruktion des Reifens liegt. Seiner Meinung nach liegt das Problem eher in der Zusammensetzung des Reifens. "Ich denke, wir müssen mehr an der Mischung arbeiten, was die Überhitzung betrifft. Natürlich können wir auch an der Struktur arbeiten, denn wenn wir einen zuverlässigeren Reifen haben und den Druck ein wenig senken können, hilft das natürlich auch dem Überhitzungseffekt, da sich dadurch die Aufstandsfläche vergrößert und sich die Temperatur gleichmäßiger verteilt..."