Berger hätte sich nicht für Ferrari entschieden: 'Er hätte abgelehnt'

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Berger lehnt angeblich Angebot von Ferrari ab
31. Januar ab 13:41
Letzte Aktualisierung 31. Januar ab 15:15
  • GPblog.com

Gerhard Berger hat erklärt, dass er den Posten des Ferrari-Teamchefs nicht angenommen hätte, wenn er ihm angeboten worden wäre. In einem Interview mit Auto, Motor und Sport erklärt Berger, dass seine Zeit im Motorsport zu Ende gegangen ist.

Nach dem Abgang von Mattia Binotto als Ferrari-Teamchef im vergangenen Dezember dauerte es einige Zeit, bis der italienische Rennstall seinen Nachfolger bekannt gab. Obwohl Frederic Vasseur als der größte Anwärter galt, machten auch andere Namen die Runde, darunter auch der von Berger. Der Österreicher hatte gute Voraussetzungen für den Posten: Er fuhr in den 1990er Jahren selbst bei Ferrari, war zuvor Teamchef bei Toro Rosso (jetzt AlphaTauri) und hatte eine wichtige Position bei der FIA inne.

Ferrari hat nie offiziell bekannt gegeben, ob neben Vasseur noch andere Kandidaten angesprochen wurden, aber für Berger hätte es keinen Unterschied gemacht. "Ich hätte es auf keinen Fall angenommen", erklärt der Österreicher. "Ich bin jetzt 63, ich merke, dass mein Akku auch nicht mehr so voll ist wie noch vor ein paar Jahren. Natürlich habe ich eine Menge Know-how aus dem Motorsport, aber ich habe nicht mehr den Ehrgeiz, jeden Tag auf der Straße zu sein."

Die Familie steht im Mittelpunkt

"Ich habe das Glück, noch eine junge Familie zu haben", fuhr Berger fort. "Mein Sohn ist gerade sechs Jahre alt geworden, meine Tochter ist neun, und ich möchte mich gerne um sie kümmern können. Ich hatte kaum Zeit für meine anderen Kinder, weil ich immer unterwegs war, und ich möchte jetzt mehr Zeit für meine Familie haben. Deshalb habe ich die Entscheidung getroffen, mich vom Motorsport zurückzuziehen. Das Thema ist für mich abgeschlossen und ich möchte mich jetzt auf meine Familie konzentrieren."