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Ford ist zurück: Verstappen und die amerikanische Marke wiedervereint

Ford ist zurück: Verstappen und die amerikanische Marke wiedervereint

3 Februar - 16:26 Letztes Update: 17:24

GPblog.com

Die Rückkehr von Ford in die Formel 1 mit Max Verstappens Red Bull Racing Team bedeutet für die Marke ein Wiedersehen mit der Familie Verstappen. Während seiner eigenen F1-Karriere fuhr Jos Verstappen viele Jahre lang für mehrere Teams, die Ford-Motoren im Heck ihrer Autos hatten. Verstappen senior war dabei übrigens mehr oder weniger erfolgreich.

Bis zu Max Verstappens Sieg 2016 in Spanien war dies der ikonischste Motorsport-Moment in der niederländischen Formel-1-Geschichte: Jos Verstappens dritter Platz beim Großen Preis von Ungarn 1994. Ein technischer Defekt an seinem McLaren führte dazu, dass Martin Brundle in der allerletzten Runde ausfiel und Verstappen vom vierten auf den dritten Platz vorfahren konnte. Bis dahin hatte noch nie ein Niederländer in der Formel 1 auf dem Podium gestanden.

Letzter Titel mit Benetton

Verstappen fuhr an diesem Tag in einem Benetton, der von einem Ford V8-Motor angetrieben wurde, wie übrigens auch sein Teamkollege Michael Schumacher. Der Deutsche holte 1994 acht Siege, gut genug für seinen ersten Weltmeistertitel. Es war auch die letzte Meisterschaft für Ford in der Formel 1.

Ford hat eine reiche Geschichte in der Formel 1 und - bemerkenswert - mit Jos Verstappen. Schließlich fuhr der Niederländer während seiner Karriere für vier Teams, deren Autos von einem Ford-Motor angetrieben wurden. Nach seinem Jahr bei Benetton, in dem Verstappen noch den dritten Platz in Belgien belegte, wechselte er zu Simtek. Das Abenteuer in dem lila Auto dauerte nur fünf Rennwochenenden. Danach ging Simtek das Geld aus und das Team ging in Konkurs. Später folgten Abenteuer bei Tyrell und Stewart. Das letztgenannte Team, das vom ehemaligen Weltmeister Jackie Stewart geleitet wurde, wurde später zu Jaguar und heißt jetzt Red Bull Racing.

Höhen und Tiefen

Verstappen erzielte mit Ford die besten Ergebnisse seiner Karriere, aber auch die schlechtesten. Von den 40 Grands Prix, die der Limburger mit einem Ford-Aggregat fuhr, kam er 24 Mal nicht ins Ziel. Natürlich muss man dazu sagen, dass die F1-Autos damals weniger zuverlässig waren als heute, und längst nicht alle Probleme waren auf den Ford-Motor zurückzuführen. Manchmal war Verstappen dafür bekannt, dass er von der Strecke rutschte.

Zweifellos wird Verstappen senior mit der Marke Ford warm werden. So wird Max Verstappen 2026 in die Fußstapfen seines Vaters treten, wenn er zum ersten Mal mit der amerikanischen Marke als Antrieb für sein F1-Auto auf die Strecke geht.